Politisches Framing: Wie eine Nation sich ihr Denken einredet - und daraus Politik macht (Forthcoming in English: Political Framing: How Your Brain Turns Language into Politics

by Elisabeth Wehling, von Halem Verlag

Politisches Denken ist bewusst, rational und objektiv – dieser althergebrachten Idee sitzen bis heute viele Bürger und Journalisten, Meinungsforscher und Politiker auf. Doch die moderne Neuro- und Kognitionsforschung hat die „klassische Vernunft“ längst zu Grabe getragen.

Nicht Fakten bedingen politische Entscheidungen, sondern kognitive Deutungsrahmen, in der Wissenschaft Frames genannt. Sie werden über Sprache im Gehirn aktiviert und gefestigt und bestimmen, wie wir politische Fakten wahrnehmen. In der Kognitionsforschung ist man sich daher schon lange einig: Sprache ist Politik.

Höchste Zeit also, unsere Naivität gegenüber der Bedeutung politischer Sprache abzulegen. Dieses Buch legt dazu den Grundstein. Es deckt auf, wie Sprache unser Denken und Handeln bestimmt, diskutiert die wichtigsten Frames unserer politischen Debatten – wie etwa zu Steuern, Arbeit, Terrorismus, Zuwanderung und Umwelt – und gewährt überraschende Einblicke in unser kollektives politisches Denken.

 

Stimmen zum Buch

Progressive Politik braucht progressive Sprache. Das zeigt Elisabeth Wehling treffend in ihrem Buch. Es sei allen empfohlen, die nicht in Denk- und Sprachfallen ihrer politischen Gegenüber tappen, sondern die Welt mit jedem Wort ein Stück besser machen möchten. - Dr. Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag

Noch immer unterschätzen Deutsche die Macht von Sprache. Elisabeth Wehling, Europas führende Expertin zu political framing, leistet mit diesem Buch Pionierarbeit: Sie erklärt, warum Sprache hochpolitisch ist. Unbedingt lesen, gerade in diesen bewegten Zeiten. - Dr. Gregor Peter Schmitz, Leiter Hauptstadtbüro WirtschaftsWoche

„Leistungsträger“, „Steuerasyl“, „Flüchtlingswelle“ – in unseren Diskursen reiht sich ein metaphorisches Sprachbild an das nächste, mit immensen Auswirkungen für unser Begreifen politischer Handlungsaufträge. Neben der Analyse wichtiger Schlagwörter gibt Elisabeth Wehling eine auch für den Laien verständliche Einführung in die Theorie des Framing – das war lange überfällig. - Albrecht Müller, Herausgeber NachDenkSeiten, Autor „Meinungsmache“ und Wahlkampfmanager Willy Brandts

Ein fulminantes Plädoyer für die Revitalisierung unserer politischen Sprache – und unserer Demokratie. Pflichtlektüre nicht nur für unsere oft „sprachvergessene“ Politik, sondern für alle, die verstehen wollen, wie Alltagssprache, PR und Propaganda unser Denken und unsere gesellschaftliche Wirklichkeit prägen. - Dr. Leonard Novy, Ko-Direktor Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

Dieses Buch liest sich wie das Making-Of der jüngsten europäischen Debatten. Ob Flüchtlingskrise oder Klimawandel – Sprache konstruiert Wirklichkeit und „macht“ Politik. Elisabeth Wehling zeigt eindrucksvoll, wie Framing unser Denken steuert, und welche Rolle Medien- und Politikschaffenden dabei spielen, ob in Brüssel, Berlin oder Washington. Eine faszinierende Lektüre für alle, die verstehen wollen, warum eine Gesellschaft denkt, wie sie denkt. - Dr. Stefan Leifert, ZDF-Korrespondent Europastudio

Elisabeth Wehling hat die Methoden, die sie in Kalifornien lehrt, auf unseren deutschen Wortschatz angewandt. Sie hat es mit einem erstaunlichen pädagogischen Geschick getan. Wir lernen gerne bei ihr. - Erhard Eppler, ehem. Bundesminister fur wirtschaftliche Zusammenarbeit (SPD), Buchautor und politischer Vordenker

Eine exzellente Einführung in die neuro-kognitiven Grundlagen von Politik und Ideologie, für interessierte Laien und die Forschung gleichermaßen relevant. - Prof. Dr. Irene Mittelberg, RWTH Aachen

In den USA wird Framing spätestens seit Barack Obama’s Wahlkampf 2008 als Geheimrezept für gelungene Kampagnenführung gehandelt, und Wehling und Kollegen gelten als Framing-Docs der progressiven Politikszene. Jetzt hat sie ein Standardwerk für Deutschland geschaffen – erhellend und unterhaltsam. - Christina Endruschat, USA-Korrespondentin RTL

Wenn Sie besser verstehen wollen, wie aus Sprache Politik wird und wie Politik mit Hilfe von Sprache unser Denken und Handeln beeinflusst, greifen Sie zu diesem Buch. - Dr. Franz Fischler, Präsident Europäisches Forum Alpbach

Elisabeth Wehling zeigt in einer auch für Nicht-Fachleute verständlichen Diktion, welche Bedeutung die Erkenntnisse der Kognitionswissenschaften und Kognitiven Linguistik für die Analyse politischen Denkens und Handelns haben. Sie zeigt, dass politische Schlüsselwörter Frames, d.h. komplexe Wissens- und Bedeutungsstrukturen, hervorrufen, die unsere Weltsicht prägen. Dies wird in Wehlings Studie an zahlreichen aktuellen Fallbeispielen illustriert und erhärtet. Ein faszinierendes Buch, das eine große Leserschaft verdient! - Prof. Dr. Klaus-Uwe Panther, Amerikanistik Institut Universität Hamburg

 

The Little Blue Book: The Essential Guide to Thinking and Talking Democratic (Now out in Korean)

by George Lakoff & Elisabeth Wehling, Simon and Schuster

Voters cast their ballots for what they believe is right, for the things that make moral sense. Yet Democrats have too often failed to use language linking their moral values with their policies.

The Little Blue Book demonstrates how to make that connection clearly and forcefully, with hands-on advice for discussing the most pressing issues of our time: the economy, health care, women’s issues, energy and environmental policy, education, food policy, and more.

Dissecting the ways that extreme conservative positions have permeated political discourse, Lakoff and Wehling show how to fight back on moral grounds and in concrete terms. Revelatory, passionate, and deeply practical, The Little Blue Book will forever alter the way Democrats and progressives think and talk about politics.

 

Praise for the Little Blue Book

Republicans offer values. Democrats offer policies. Guess what? Values often win, even when the policies are more popular. It’s about time Democrats learned how to talk (and think) in terms of the underlying values that make them Democrats—values that are more widely shared by Americans than the values Republicans espouse. Here’s the essential handbook for thinking and talking Democratic—must reading not only for every Democrat but for every responsible citizen. - Robert Reich, Chancellor’s Professor of Public Policy, University of California, Berkeley

Blending insight and rigor, Lakoff and Wehling have produced a Rosetta Stone that translates progressive ideas into fundamental human values that will resonate with Americans of all   backgrounds and beliefs. - Michael Brune, executive director, Sierra Club

If you only preach to the choir, you’ve no need for The Little Blue Book. But if you want to reach people you don’t agree with, read this book! - Joan Blades, founder of Moveon.org

This book is a game changer, one that will enable Democrats to regain their language and to stop mimicking Republican ideas and rhetoric. - Diane Ravitch, author of The Death and Life of the Great American School System: How Testing and Choice Are Undermining Education

I’ve always learned a lot from Lakoff, and you will too. - George Soros

With The Little Blue Book, Lakoff and Wehling are giving Democrats and progressives a gift—the tools to inspire Americans by using the moral language of our Democratic values of caring for each other and building and protecting our community. Our leaders, Obama included, must stop falling into right-wing traps and repeating their language and frames. Our vision is far better than the right wing’s. Use this book and learn from Lakoff and Wehling how we can best communicate for a future we all deserve and need. - Don Hazen, executive editor, AlterNet.org

The Little Blue Book gives progressives not just invaluable tools but, more important, an infusion of the hope desperately needed to fix our broken politics. By mapping the political brain, Lakoff and Wehling have shown Democrats the surest way to find their spines. - Ken Cook, president, Environmental Working Group

The Little Blue Book tells us how to say what we need to say to bring about the policy changes Americans need. - Van Jones, author of Rebuild the Dream

 

Auf leisen Sohlen ins Gehirn: Politische Sprache und ihre heimliche Macht

by George Lakoff & Elisabeth Wehling

98 Prozent unseres Denkens bleiben unbewusst und werden durch Metaphern und Deutungsrahmen geprägt. Unser vermeintlich freies Denken wird durch diejenigen beeinflusst, die bewusst bestimmte Metaphern in die öffentliche Diskussion einführen. Diesen „heimlichen Macht-Habern“ sind George Lakoff und Elisabeth Wehling auf der Spur: Welcher Sprache bedienen sich Politiker in öffentlichen Debatten, um in den Köpfen der Menschen die gewünschte „Wirklichkeit“ entstehen zu lassen?

In lebhaften Gesprächen klären die beiden Wissenschaftler anhand von Sprachschöpfungen wie „Krieg gegen den Terror“ oder „Achse des Bösen“, wie Menschen denken, wie solche Denkstrukturen unser Gehirn auch physisch verändern und wie wir die Welt begreifen. Dabei werfen sie ein völlig neues Licht auf Fragen der politischen Identität, der Moral und religiöser Werte oder der Rolle von Medien und Berichterstattern.

Als Leser lernt man so die Mechanismen seines eigenen politischen Denkens, Sprechens und Handelns besser kennen. Man erfährt, wie stark und gleichzeitig subtil die eigenen politischen Einstellungen durch Metaphern bestimmt sind und was nötig ist, um sich davon zu befreien.

 

Praise for Auf Leisen Sohlen ins Gehirn

In diesem Buch stellen George Lakoff und Elisabeth Wehling ein theoretisches Rüstzeug vor, mit dem sich die Wirkungskraft politischer Sprache auf unser Denken und Handeln völlig neu erschließen lässt. Eine Auseinandersetzung mit diesem Thema hat es in der Form und Ausführlichkeit in Deutschland noch nicht gegeben. - Freimut Duve, ehem. Bundestagsabgeordneter (SPD) und Beauftragter für die Freiheit der Medien der OSZE 

Die Erkenntnisse von Lakoff und Wehling dürften für kommende Wahlkämpfe relevant sein. Albrecht Müller, Herausgeber NachDenkSeiten, Autor „Meinungsmache“ und Wahlkampfmanager Willy Brandts

Ein großer Schritt vorwärts in dem Bemühen, Sprache als Politik zu verstehen. - Erhard Eppler, ehem. Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit (SPD)

Auch in Deutschland wird viel über eine scheinbar immer größer werdende Verständniskluft zwischen Politik und Wählern diskutiert. "Auf leisen Sohlen ins Gehirn" skizziert Wege dagegen vorzugehen. Deutschlandfunk

Erst im Kontext metaphorischen Denkens können Fakten ihre Überzeugungskraft haben. TAZ

Überlegungen von George Lakoff und Elisabeth Wehling, die [...] die Polit-Strategen hierzulande geradezu elektrisiert haben. Spiegel Online

Zweifellos der einflussreichste Beitrag zur Metapherntheorie der letzten Jahrzehnte. Literaturkritik.de

Großartig, erhellend, kämpferisch ohne reißerisch zu sein, leicht zu lesen und doch wissenschaftlich. media-mania.de